Flavia Julia Helena
Mutter von Kaiser Konstantin und Heilige
geboren 257
in Drepanon (Bithnien)
gestorben um 336 in Rom oder Nikomedia (Izmit)
Flavia Julia Helena, die Tochter eines heidnischen Schankwirts, war von etwa 270 bis 285 die Geliebte des späteren römischen Kaisers Konstantius I. Chlorus, der Blasse (um 250–306). Aus dieser Verbindung ging der spätere Kaiser Konstantin der Große (280–337) hervor. Konstantius I. Chlorus verstieß Flavia Julia Helena, um Theodora, die Tochter des römischen Kaiser Maximian (um 240–310), zu heiraten. 305 erhob man Konstantius zum „Augustus“ (Kaiser). Er starb im Jahr darauf während eines Feldzuges gegen Pikten und Skoten in Eburacum (heute York). 306 wurde Konstantin vom Heer zum „Augustus“ ausgerufen. Von da ab lebte Helena am Hof ihres kaiserlichen Sohnes. 312 wurde sie Christin und machte sich durch karitative Tätigkeiten verdient. 325 ernannte ihr Sohn sie zur „Augusta“ (Kaiserin). Bei einer Wallfahrt in das „Heilige Land“ soll Flavia Julia Helena laut Legende das Kreuz Christi entdeckt haben. Auch die Überführung des „Heiligen Rocks“ und der Gebeine des Apostels Matthias nach Trier, der kaiserlichen Residenz, schreibt man ihr laut Legende zu.
